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Substanzen und Sucht

Was ist eine Droge?

Als „Droge“ bezeichnet man jede Substanz, die das zentrale Nervensystem (Wahrnehmung, Gefühle, Emotionen, Motorik) beeinflusst und das Bewusstsein verändert. Drogen können körperliche und/oder psychische Abhängigkeit hervorrufen. Nicht nur die illegalen Drogen wie Heroin oder Kokain, sondern auch die legalen wie Nikotin, Alkohol und im Prinzip auch Medikamente.Der Begriff „Betäubungsmittel“ hat eine rein juristische Bedeutung. Man bezeichnet damit alle Drogen, die auf der Liste der verbotenen psychotropen (bewusstseinsverändernden) Substanzen stehen. Diese Liste umfasst nicht alle Drogen, sondern nur die illegalen, z.B. Halluzinogene, Amphetamine, Cannabis, Kokain. Das sind gefährliche Substanzen − aber andere, ebenfalls gefährliche Drogen wie Alkohol oder Tabak gelten nicht als Betäubungsmittel.

Man unterscheidet im Allgemeinen Substanzen, die

  • beruhigen oder dämpfen (z.B. Alkohol, Beruhigungsmittel, Opiate, Cannabis)
  • aufputschen (z.B. Kokain, Ecstasy oder Amphetamine) oder
  • Halluzinationen hervorrufen (z.B. LSD oder halluzinogene Pilze).

Wie gefährlich sind die verschiedenen Drogen?

In den 70er-Jahren hat man angefangen, zwischen „harten“ und „weichen“ Drogen zu unterscheiden. Man bezeichnet zum Beispiel Heroin oder Kokain als „harte“ und Marihuana oder Haschisch als „weiche“ Drogen. Da die Kategorien vor allem anhand des körperlichen und/oder psychischen Abhängigkeitspotenzials definiert werden, müssten etwa Alkohol, bestimmte Schlafmittel oder Beruhigungsmittel ebenfalls als „harte“ Drogen gelten. Die Unterscheidung basiert nicht auf präzisen Kriterien und gilt eigentlich als nicht mehr angemessen.

Drogen haben – das ist ganz klar – unterschiedliche Risikopotenziale. Aber es bringt mehr, verschiedene Konsumformen zu unterscheiden: Manche Menschen konsumieren „weiche“ Drogen auf eine „harte“ Art, das heisst, sie konsumieren viel und suchen den starken Rausch. Siehe auch Kapitel „Informationen zu den einzelnen Substanzen“.

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