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Todesursachen und dahinter liegende Gründe

12. Dezember 2011, 16:00

Am 24. November 2011 hat das Bundesamt für Statistik die Todesursachen-Statistik für das Jahr 2009 veröffentlicht. Gemäss dieser Untersuchung sind Herzkreislaufkrankheiten, Krebs und Demenz die drei häufigsten Todesursachen in der Schweiz. Von insgesamt über 62 000 Todesfällen wurden 22 320 durch Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems verursacht; an zweiter Stelle stehen Krebserkrankungen (16 120), und nach Demenzerkrankungen folgen an vierter Stelle die Atemwegserkrankungen (4 340).

Fragt man nach Gründen, welche hinter diesen Todesursachen liegen, muss man auf etwas ältere Daten zurückgreifen. Im Jahr 2002 wurden in der Schweiz 2 016 Todesfälle durch Alkohol verursacht; 1 227 dieser dem Alkohol zuzuschreibenden Todesfälle waren die Folgen einer Krebserkrankung. In Bezug auf den Tabak sprechen die Zahlen eine noch deutlichere Sprache, gingen doch im Jahr 2007 insgesamt rund 9 200 Todesfälle auf Kosten des Tabakkonsums: 3 729 dieser Personen starben an einer Krebserkrankung, Herzkreislaufkrankheiten führten zu weiteren 3 800 und Atemwegserkrankungen zu 1 669 Todesfällen.

Selbst wenn diese Zahlen nicht direkt miteinander vergleichbar sind, da sie die Situation in verschiedenen Jahren beleuchten, ist der Einfluss von Alkohol und Tabak eindeutig. Diese Zusammenhänge zu kennen ist allerdings allein nicht ausreichend: Betroffene Menschen müssen darin unterstützt werden, ihren Konsum zu reduzieren oder zu stoppen. Auch müssen die Elemente in Erinnerung gerufen werden, die dazu beitragen, dass Jugendliche gar nicht mit dem Rauchen beginnen und nicht schon früh in den Konsum von Alkohol einsteigen: Werbebeschränkungen, Minimalpreise und eine regulierte Verfügbarkeit. Wirksame Präventionsmassnahmen sollen Jugendliche wie auch Erwachsene gleichermassen erreichen. Nur damit können langfristig und nachhaltig die durch Tabak und Alkohol verursachten Schäden vermindert werden. Offen bleibt die Frage, wann wohl ein Präventionsgesetz in Kraft treten wird, welches diese Ansätze vorantreibt.

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